Mittwoch, 15. Juni 2005

Andere machen sich auch Gedanken...

Gerade fand ich auf Glaubenskultur dies:

Besser predigen - Dos and Don'ts für Amtsträger

Und eigentlich kommen inzwischen auch viele Anregungen der Kirchenleitung. Aber viele Prediger beherzigen sie nicht und die Geschwister kennen sie nicht. Vielleicht sind Amtsträger bei uns auch oftmals überfordert. Der Heilige Geist macht nicht einen Menschen zur Marionette, die willenlos ausführt. (Wobei, wer weiß schon was der Geist ist und macht? Aber ich habe so meine Vorstellungen, die sich allerdings wandeln und wandeln...). Die Anforderungen an Amtsträger in der NAK werden größer, die Bereitschaft in der Kirche tätig zu sein nimmt ab. Wahrscheinlich kommen wir allein dadurch irgendwann zur Frauenordination. Wenn die Notwendigkeit besteht, finden sich auch theologische Begründungen (was zwar der verkehrte Weg ist, aben Hauptsache, es tut sich was...).

Wichtig ist, über eine Predigt zu sprechen, Feedback. Auch Predigtkritik. Nicht einfach drüberhören, wenn Inhalte einfach nicht stimmen, nach dem Motto: Er meint es doch nicht so.

Natürlich muß ich niemand vor den Kopf hauen. Ich erinnere mich an einen Gottesdienst in dem ich den Chor leitete. Beim Verabschieden bedankte sich der Dienstleiter bei mir für die tolle Verbindung: "So muß es sein!" Allerdings war ich von der Predigt eher entsetzt und habe versucht durch die Liedbeiträge Gegenakzente zu setzen. Ich habe es ihm nicht gesagt, wahrscheinlich hätte es etwas in ihm zerstört und bestimmt hätte es ihn betrübt. Ich hab mich also still verabschiedet. Was ist hier richtig?

Und wer kann schon nach jedem Gottesdienst in eine fundierte Predigtkritik einsteigen? Aber immer mal etwas darüber reden, und hineinhören, was wirklich gesagt wurde und nicht nur, welcher Eindruck bei mir entstanden ist.

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