Montag, 19. September 2005

Ein Tagwerk für den Heiland?

Tuen wir etwas für den "Heiland", wenn wir in den Gottesdienst gehen? Bringen wir ein Opfer, wenn wir in den Gottesdienst gehen? In den letzten Gottesdiensten wurde es so dargestellt. Sicher, der Dienstleiter stellt sich in den Dienst, ebenso der/die OrganistIn, auch der Chor. Und die aktiven Amtsträger. Aber die Gemeinde? Soll sie denn nicht "bedient" werden? Oder tuen wir damit ein Dienst an der Gemeinschaft, indem wir da sind, auch wenn wir es als Opfer für uns ansehen?

Oder drückt sich hier vielleicht eine andere Geisteshaltung aus, das nicht alles Spaß macht oder gerne in der Kirche gemacht wird, aber, da von der Kirche vorgesehen, nunmal auch "ausgekauft" werden muß? Ich muß halt immer hingehen, damit ich in den Himmel komme? Der Pilgerweg ist halt voller Mühe und Gottesdienst ist ein Zeitopfer?

Warum gehen wir in den Gottesdienst, und wem nützt es? Tun wir es für uns, oder für den Nächsten, oder für die Kirche, oder für Gott?

Wenn ich nicht in einen Gottedienst gehe, weil ich vom Dienstleiter für mich mehr negative als positive Impulse sehe, oder ich nicht erwarte, etwas für mein ewiges Leben zu empfangen, verweigere ich damit dem Heiland ein Tagwerk?

Ich verweigere mich damit einer Stunde, die mich meiner Meinung nach dem Herrn nicht näher bringt, wenn es auch anderen im selber Gottesdienst durchaus so gehen kann. Ich verweigere mich auch nicht dem Herrn, denn ich zweifle seine Wirksamkeit in dieser Stunde ja an. Das mag sich nicht mit dem Grundverständnis eines Gottesdienstes in der NAK nach hergebrachter NAK-Meinung decken, die das Versäumnis eines Gottesdienstes als Sünde ansieht.

Doch hat die Kirchenleitung meiner Meinung nach weniger mit dieser meiner Haltung heute ein Problem, eher mit der Qualität und den Inhalten mancher Gottesdienste und Predigten ...

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