Montag, 12. September 2005

Freudiger Glaube

In den Predigten mancher Amtsträger drängt sich immer wieder eine sehr negative Welt- und Daseinssicht in den Vordergrund. Es steht nicht die Freude im Vordergrund, Jesus jetzt zu haben, heute, jeden Augenblick, sondern nur eine Sehnsucht nach dem Erreichen des "Zieles" und eine Negativsicht auf das Hier und Heute. Aber, sollte Jesus uns nicht hier und heute verändern, soll das neue Leben nicht jetzt schon sichtbar sein? Wie kann die Freude am Herrn die Stärke sein, wenn sie nur eingeredet aber nicht erlebt wird? Müssen gläubige Christen nicht glücklich und erlöst in den Tag gehen?

Neulich handelte das Textwort von der Freude und der Dienstleiter hatte im Vorfeld Sorge wegen des Wortes. Nach dem Motto: Wie kann ich von Freude predigen, wenn ich um so viele Sorgen in der Gemeinde weiß. Aber wie schlimm, wenn man sich nicht einmal mehr freuen kann über so ein Textwort und die Gemeinde mitreißen kann in der Freude am Herrn! Immer werden nur die Sorgen und Probleme gesehen, die Ängste und Widerstände, die Sorge, ob man denn das Ziel erreicht. Und erst dann werden wir glücklich und erlöst sein...

Nein, ich will jetzt glücklich und erlöst sein, jeden Tag, jede Stunde! Vielleicht kommt Jesu heute wieder, oder nächstes Jahr, oder in 500 Jahren. Vielleicht kommt er nicht wieder in einer Erscheinung und nimmt sein Volk nach unseren Vorstellungen physisch zu sich. Vielleicht ist alles ganz anders, als wir uns das manchmal vorstellen.

Da ist es doch schön, wenn Gott heute, jetzt mein Teil ist! Dann bin ich nicht irgendwann einmal auf ewig bei dem Herrn, dann bin ich es schon! Dann wird aus Glauben irgendwann einmal Wissen.

Wohl mir, dass ich Jesum habe!

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