Eingangslied. Wieso singen die Amtsträger nicht von Anfang an mit? Mancher Dienstleiter kommt vor lauter Beten und Vorbereitung fast gar nicht zum Singen. Reizt es ihn überhaupt nicht mitzusingen, mit der Gemeinde, gemeinsam? Statt dessen wird gebetet. Das hat er doch gerade im Ämterzimmer getan! Jetz wieder, und kurz danach nochmal, mit/für die Gemeinde. Wird gebetet, weil eben zu diesen Gelegenheiten immer gebetet wird?
Im Gottesdienst singt die Gemeinde oftmals zu wenig. Und zu kurz. Die Predigt wird halt manchmal zu lang, da muss anderes zurückstehen. Die Auswahl der Strophen erfolgt oft spontan, je nach dem wieviel Zeit ist, nicht weil der Text wichtig wäre!
Zum Abendmahl. Man hat keine Chance das Lied komplett mitzusingen. Man singt etwas, dann läuft man nach vorne, setzt sich und singt weiter. Gesungen wird so lange, bis das Abendmahl an alle verteilt ist. Auch hier ist also der komplette Liedtext egal, wir singen als Begleitkulisse zum Abendmahl. In kleinen Gemeinden singt dann manchmal keiner mehr, oder 2-3, weil der Rest gerade auf dem Weg nach vorne ist. Zwar geht der Dienstleiter manchmal auf die Situation ein und die gemeinde singt erst nach der Verteilung gemeinsam. Aber oftmals läuft es so wie immer, wie sagte Streckeisen: die lange Bank, die alte Laier.
Warum singt man eigentlich im Gottesdienst, theologisch, und wird unser Gesang dem gerecht?
Donnerstag, 9. Juni 2005
Kritik: Gemeindegesang
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