Ich finde vieles am Gottesdienstablauf, ja der generellen Art unseres Gottesdienstes nicht so gut. Manches wird so gemacht, weil es schon immer so war, obwohl die Kirchenleitung Empfehlungen herausgibt, was anders gemacht werden sollte/könnte. Aber auch die Kirchenleitung rutscht oftmals wieder in die alten Muster zurück. Ich schreibe einfach in Kladde, grob, unstrukturiert. Und manchmal änder ich meinen Text wieder. Es ist ein Prozess, ein Sturm im Hirn, manchmal auch nur ein leises Säuseln, egal.
Ach übrigens: Es geht hier nicht vorrangig um die Gemeinde Wyk auf Föhr, aber auch.
Und:
Ich überspitze, übertreibe und ich pauschaliere stark. Es soll sich niemand angegriffen fühlen. Es ist nicht immer so. Aber auch.
Mittwoch, 8. Juni 2005
Was soll das?
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Vorweg: Ich kenne den Schreiber Harald Bickel.
AntwortenLöschenIch akzeptiere für ihn seine freie Meinungsäußerung.
Von den nunmehr getätigten Aussagen distanziere ich mich als Mitglied der gleichen Gemeinde in großen Teilen, auch unter der Prämisse, dass eine Übertreibung, Überzeichnung und Pauschalierung zugegeben wird. Ich gehe zudem davon aus, dass er seine Einsichten und Wahrnehmungen in der eigenen, also Heimatgemeinde, gesammelt hat.
Der Satz: Niemand soll sich angegriffen fühlen, bleibt nach meiner Meinung ein "frommer Wunsch" - - -.
Es mag sein, dass man über das eine oder andere kritischer Meinung sein kann und das eine oder andere Fragezeichen gerechtfertigt ist. In den Aussagen allerdings über das Verhalten von Amtsträgern im Ämterzimmer (woher weiß er das) und die, wenn auch übertriebene Aussage über das "Gebet" (inhaltlich), sehe ich sehr wohl als einen Angriff auf die betreffenden Amtsbrüder und Beter.
Fragen nach liturgischen Handlungen und das dazugehörende Verhalten könnten in Gesprächen mit Verantwortlichen sicherlich geklärt werden.
Was die Musik allgemein vor, während und nach dem Gottesdienst angeht wird versucht, den Anweisungen der Musikbeauftragen zu folgen, immer unter dem Aspekt, dass eine Gemeinde aus einer Vielzahl von Meinungen, Empfindungen und Sehensweisen besteht, und nicht alles in wenigen Wochen umgesetzt werden kann. In diesem Punkt bitte ich ausdrücklich um Verständnis.
Da ich den Schreiber "gut" kenne, kann ich mir nur vorstellen, dass er eine persönliche Unzufriedenheit fühlt, die er "gekonnt" satirisch verarbeitet. Nun denn.
Uwe Asmussen, Mitglied der NAK-Gemeinde Wyk
Moin Uwe,
AntwortenLöschensorry, aber wieviele Gottesdienste erlebst Du als Zuhörer, besonders in Wyk (wobei ich mit meinen Äußerungen nicht Wyk meine, sondern NAK-weit pauschalisiere)?
Eigentlich wollte ich hier noch mehr schreiben, aber lieber im Blog, nicht bei den Kommentaren ...
... wir reden ja eh miteinander.
Die Textbeiträge aus der Kladde habe ich gelesen und versucht, den Schreiber zu verstehen oder zu ergründen, welche Botschaft der Schreiber überbringen möchte.
AntwortenLöschenKritik ist immer ok. Aber gibt es in dieser Kladde nur negative Gedanken? Ich denke, wenn der Schreiber den Standpunkt ein wenig ändert, entdeckt er sehr viel Positives.
Es kann natürlich sein, dass ich die andere Kladde in den Weiten des WWW noch nicht gefunden habe.
Wenn ich mir manch einen Kritiker so als Prediger vorstelle, der nur so theoritisiert - ob er die Herzen der Gemeinde erreichen würde ??? Wir schauen so hin und wieder mal in Wyk vorbei und finden eigentlich alle AT ok - ehrliche Seelsorger. Und Wyk kennen wir inzwischen zu allen Jahreszeiten. Für uns befindet sich NAK-Wyk nicht auf einer Insel, sondern mitten in der NAK-Welt.
Dann vermisse ich in der "christlichen?" Kladde noch einen Kerngedanken. Der muss eigentliche kommen, wenn von einer christlichen Gemeinde gesprochen wird, die einem sehr am Herzen liegt: Mittelpunkt des christlichen Glaubens ist doch die Wiederkunft Jesu Christus. Ist das noch Hauptsache oder Beiwerk oder gar schon Legende?
Mich hat der heutige GD eines fehlerhaften AT (Thema: hören und reden) sehr angesprochen, ich habe etwas mitgenommen und hätte diesen Auftrag sicher nicht besser ausführen können.
Bei allen Änderungen - ich rede lieben von Fortentwicklung - trägt irgendwie jeder Verantwortung, dass alle - wirklich alle - mitkommen können und dabei die Freudigkeit nicht verlieren. Sicher versteht das der am besten, der seine Gedanken nicht in stiller Stunde in die Kladde schreibt, sondern dort ein vertrauter Freund ist, wo die Gemeinde lebt: in der Familie, im Krankenhaus, im Altenheim in den Anstalten, am Sterbebett ...
Nachdenkliche Grüße
Reinhold Wegner
Moin Bruder Wegner,
AntwortenLöschenja, ich habe viel mit Kritik und Negativem begonnen und dann innegehalten, stop mal, und lieber geschrieben, was ich mir anders besser vorstelle. Vielleicht haben Sie das ja wirklich noch nicht entdeckt... Und Jesus selbst war wohl einer der schärfsten Kritiker, und er hat zur Umkehr und Erneuerung aufgerufen, immer dann, wenn der Weg von Gott wegführte.
Und zum theoretisieren, gibt es da nicht so Artikel wie Lehre und Erkenntnis oder Ausarbeitungen zu diversen Themen (z.B. Evolution) von Seiten der NAK, oder überhaupt, wie ist wohl der Kanon der Bibel entstanden? Da saßen Theologen und haben theoretisiert. Man kann auch sagen, sie haben dem Geist Raum gegeben...
Ich finde die ATs in Wyk auch OK, aber schließt das Diskussion oder auch mal Kritik aus? Und zu den Mittelpunkten christlichen Glaubens, die liegen mir am meisten am Herzen und werden doch so oft durch die Institution Kirche an den Rand gerückt. Da trägt dann ein Teppichboden in der Kirche mehr zur Vollendung bei als das Gebot der Nächstenliebe, da wird die Kirche manchmal zum Götzen.
Und der Gottesdienst? Ja, ich war auch da, habe den Chor geleitet und sehr genau hingehört, mit Geist und Seele! Und konnte nicht zu allem Nicken, das Bild des Kellners z.B. fand ich nicht gelungen, da macht man es sich als Amtsträger zu einfach!
Und was heißt schon Änderungen, die sie als Fortentwicklung verstehen? Wenn etwas falsch ist, ist es falsch. Das ist keine Fortentwicklung durch den Heiligen Geist sondern war eine Lehre, die eben nicht aus dem Heiligen Geist kam (z. B. Schlüsselgewalt). Und andere Punkte sind oftmals rein administrative Punkte, die gerne zum Glaubensgut erhoben werden (z.B. Sonntagnachmittagsgottesdienst).
Und für mich lebt die Gemeinde im Gottesdienst, im Chor, in der Sonntagschule, bei der Freizeit in Zelt und Scheune, beim Feiern von Gemeindfesten, beim Gedankenaustausch mit Geschwistern und auch mal beim Besuch eines Kranken oder Alten. Gemeinde lebt vom mitmachen und sich einbringen. Und wo Leben ist, da ist Veränderung. Sterbende Gemeinden haben wir schon genug...
Hallo in den Norden,
AntwortenLöschendanke für die zusätzlichen Erläuterungen. Sicher eine Themenfülle, über die man sich noch weiter austauschen könnte. Mir würde da aber ein Gespräch besser gefallen. Vielleicht klappt es ja mal.
Einige kleine Anmerkungen kann ich mir einfach nicht verkneifen:
Ich meine unter theoretisieren etwas anderes, als gemeinsam an einer Sache zielführend zu arbeiten.
Veränderung - bisher falsche Handlungsweise ? - Petrus als überzeugter Judenchrist hatte einen nachvollziehbar festen Standpunkt hinsichtlich der "Heiden". Er bekam entsprechende Hinweise, die für die damaligen Gemeinden eine gesegnete Entwicklung nach sich zog. War seine bisherige Sehensweise falsch? Konnte er es überhaupt zuvor anders sehen? Ich denke falsch wäre es erst gewesen, wenn er den eindeutigen Hinweisen von oben nicht Folge geleistet hätte.
Mittelpunkt(e): Den Anfang Christlicher Lehre
(Nächstenliebe) sollten eigentlich alle GD-Besucher kennen und im Rahmen ihrer Fähigkeiten üben und praktizieren. Da erkenne ich wirklich kein Problem. Gut, man muss es wach halten.
Knackpunkt ist aber d e r Mittelpunkt...
Und dann sehe ich noch etwas ein wenig sehr anders. Wo lebt die Gemeinde? Sie nennen schöne Beispiele - aber das finde ich woanders auch und sogar noch professioneller.
Das Problem sehe ich, wenn zu viele sagen: ... auch mal beim ... . Die Stärke und auch die Wärme einer christlichen Gemeinde zeichnet sich gerade dadurch aus - meine Erfahrung -, wie sie mit den "Hilfsbedürftigen, am Rand stehenden, Unbegabten ..." umgeht und diese schafft zu integrieren und ihnen Heimat und Geborgenheit zu vermitteln. Das ist eine ständige intensive Aufgaben. Ich darf in so einer Gemeinde leben, mitarbeiten und mitgestalten.
Und da war noch der Kellner. Genau dieses Bild habe ich in Wyk auch aufgenommen. Da war aber noch der Daumen in der Suppe! Beispiele hinken hin und wieder. Aber gerade dieses Bild hat mir doch gefallen. Es soll doch ausdrücken, dass der Kellner nicht der 5-Sterne-Koch ist, sondern dezent und unauffällig seinen Dienst verrichtet.
Nun soll es mal genug sein. Trotzdem herzliche Grüße an die Lichter aus der Nordkurve.