Ich schreibe mal wieder. Schließlich habe ich jetzt mehr Zeit. Es ist Montag und die Chorprobe findet heute wie in den letzten Wochen ohne mich statt. Ich habe die Verantwortung als Chorleiter abgegeben. Es stellte sich heraus, dass meiner Meinung nach zur Zeit keine sinnvolle Arbeit im und mit dem Chor möglich war und ich wollte die Probenarbeit auf unbestimmte Zeit aussetzen. Teile des Chores und die Kirchenleitung waren anderer Auffassung, auch in anderen Punkten der Chorarbeit, sei es Liedauswahl oder Aufstellung des Chores. Daraufhin habe ich meine Mitarbeit im Chor lieber ganz eingestellt, ohne Groll oder Frust. Ob und wie es mit dem Chor weitergeht, weiß ich nicht, die momentan eingeschlagene Richtung kann ich aber nicht mittragen.
Die ganze Gemeinde ist momentan im Umbruch, der Karren ist an die Wand gefahren. Wenn es nicht zu einem drastischen Einschnitt kommt, sehe ich für die Zukunft der Gemeinde schwarz. Der Begriff Gemeinde ist momentan schon kaum noch zutreffend, es ist mehr gegen- als miteinander. Und bei einer so kleinen Gemeinde führt ein Zerreißen quasi zur Auflösung.
Vielleicht schaffen wir es noch, durch viel Gespräch und Gebet die Gemeinde wieder mit Leben zu erfüllen, vielleicht findet sich eine Lösung für die Gemeindeleitung ... vieleicht geht es ja doch weiter ...
Hallo Harald,
AntwortenLöschenDeine Aufgabe finde ich sehr schade. So hat z.B. die Aufstellung des Chores dem Klangbild sehr gut getan. Inwieweit Deine Liedauswahl nicht gefallen hat, kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Hast Du vielleicht zu wenig Apostel-Verehrungs-Lieder singen lassen :-)
In meiner Heimatgemeinde wurden dem Vorsteher zwei Priester an die Seite gestellt, die nun für alle organisatorischen Dinge zuständig sind. Der Vorsteher kann sich nun ganz und gar darauf konzentrieren, seine Arbeit im seelsorgerischen Bereich gut zu machen.
Vielleicht ist dies auch für Wyk eine Lösung.
°Dirk
Ich muss immer daran denken, wenn ich meinen Job als Vizedirigent mache, wenn ich Chorproben halte, wenn ich mich mit meiner Freundin (gleiche Gemeinde) in der Kirche umgehe: Nirgends wird so viel getratscht wie in der eigenen Gemeinde, da ist Dorfklatsch Kindergarten gegen.
AntwortenLöschenIch besinn mich dann immer darauf WARUM ich mich engagiere; für mich, für Gott. Diese beiden Faktoren treiben mich voran, wenn ich dabei der Gemeinde was Gutes tue, wenn ich dadurch Geschwister helfe, ist das gut, war aber nicht Handlungsauslöser.