Samstag, 23. August 2008

Gute Reise

Nun haben also zwei Priester in Wyk ihr Amt niedergelegt. Das macht vieles einfacher. Für die beiden, die jetzt endlich mal wieder frei durchatmen können. Für den verbliebenen Priester und seinen Vorsteher, die jetzt endlich mal wieder frei durchatmen können. Für die Gemeinde, weil Frieden einkehrt. Vielleicht.

Nur das die Gemeinde wieder ein Stück gestorben ist. Das macht es traurig. Wahrscheinlich für viele.

Aber so ist es halt, wenn man Öl und Wasser mischt, es gibt einen schönen Salat ...

Ich wünsche den ehemaligen Priestern und der Gemeinde alles Gute. Wer weiß, was die Zeit noch bringen mag. Hoffen wir nur, das die Verantwortlichen für die Geschehnisse in Wyk nicht so weiter machen, sonst ist der Norden bald wieder NAK-Missionsgebiet.

Zumindest kann der Vorsteher nun getrost Ende des Jahres Bezirksältester werden, es gibt ja nun nur noch einen ortsansässigen Kandidaten für den Posten des Gemeindevorstehers, und keiner wird etwas dagegen haben. Ja, vieles ist jetzt einfacher geworden.

Ich werde bestimmt Sonntag mal wieder in die NAK in Wyk gehen, ich weiß nur noch nicht genau in welchem Jahr ...

14 Kommentare:

  1. Lieber Harald

    Das ist mehr als nur traurig.

    Es ist unvorstellbar traurig.

    Wieviel Leid muß denn noch geschehen, bis Verantwortliche aufwachen ???!!

    Liebe Grüße Eine sehr Traurige

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  2. Zu befürchten ist, dass die Verantwortlichen hell wach sind ...

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  3. Möchtest Du das mal näher erläutern ?

    Interessieren würde mich auch, was denkt das "normale"
    Gemeindemitglied darüber ?

    Oder sind wir wieder dort gelandet, wo alles unter den
    Teppich gekehrt wird ?
    Nur nichts nach außen dringen lassen,
    schön (schein)heilig bleiben und alles den Bach runter gehen lassen. LG

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  4. Den Verantwortlichen ist s mehr als recht, die beiden problematischen Priester nun los zu sein. Sie wurden in den vergangenen Monaten schon bewusst geschnitten (siehe Dienstplan), man hat in Hamburg Angst vor zu viel Protestantismus in der NAK. Und die beiden Priester standen für mache dafür (sie hielten angeblich "evangelische" Gottesdienste). Jetzt hat man einen Unruheherd weniger, Wyk ist jetzt auch "sauber".

    Das normale Gemeindemitglied gibt es in Wyk kaum noch. Viele wurden vom verbleibenden Priester entsprechend eingeschworen, die abtrünnigen Priester sind halt "Judasse". Andere sind traurig, und eigentlich spekuliere ich hier nur.

    Es wird nichts unter den Teppich gekehrt, aber man schweigt und geht seinen Weg. Norddeutschland wird zur Bastion der Konservativen...

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  5. Hallo mein Lieber,

    ich bin durch einen Link bei "glaubenskultur" auf Deine Seite hier gestossen ... und beim Lesen Deiner Beiträge hat es mir echt die Sprache verschlagen. Alles, was Du über Deine Gemeinde Wyk berichten musstest, hätte ich auch 1:1 über meine (ehemalige) Gemeinde in Bremen schreiben können. Auch ich habe lange Jahre mit den Zuständen (mangelnde Gesprächs- und Gemeindekultur, dilletantisches Verständnis bzgl. Kirchenmusik, geistlose Predigten, untheologisches, dogmatisches Kirchenselbstbild, etc ...) gekämpft - allerdings mehr mit mir selbst als mit den zuständigen "Instanzen". Höhepunkt war dann ein langes Gespräch mit BezAP Schumacher jr. (den ich schon ewig kennen und der mich einst konfirmierte), in dem die von Dir geschilderte "Angst vor Protestantismus" deutlich spürbar war. Mehrfach betonte er die "allgemeine Beliebigheit" dort, er verwies auf meine Tradition, auf meinen Vater (ehemals Priester) und darauf, dass ich doch nicht alles wegschmeissen solle. Ich und meinen Frau waren ENTSETZT! So wenig Substanz von einem geistigen Führer hatten wir nicht erwartet. Mit 2, 3 Gedankengängen konnte man ihn aufs theologische Glatteis führen, er reagierte wie ich es von seinem Vater noch kenne: laut, mit rotem Hals, polterig. Dieses Gespräch war das i-Tüpfelchen, nach jahrelangem Ablösungsprozess hab ich vor 3 Wochen meinen Austritt erklärt.

    Ich bin jetzt ein "beliebiger" Protestant ... und ich fühl mich befreit und Gott näher, als je zuvor! Nächstes Jahr ist der Kirchentag in unserer Stadt - wenn Du noch ein Bett suchst, Du bist herzlich willkommen ;-)

    LG
    Ralf

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  6. Jetzt konnten also auch diese beiden Priester nicht mehr.
    In jeder Firma würde man das, was dort mit ihnen gemacht wurde, "Mobbing von oben" nennen.
    Blankenese ist eben doch überall.
    Vertraut den neuen Wegen.
    (http://www.evakre.de/programm02b/Vertraut.html)
    Herzliche Grüße Thomas

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  7. Die, die wir alle mal in einem Boot gesessen haben, werden Wo wir auch sind und sein werden, im Geiste zusammen bleiben.

    Trösten wird der Tröster.

    Solus Christus - sola scriptura - sola fide - sola gratia!


    Liebe Grüße in Christus,
    Schwesther

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  8. Ja, ich denke schon einige Zeit, dass ein tiefer Riss durch die NAK geht.Stockkonservative und "Reformer"kämpfen gegeneinander einen erbitterten Kampf- statt miteinander aus der Liebe Jesu herhaus Seite an Seite für die reine Jesulehre einzutreten.Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Nach Hitler (ja der Vergleich ist mehr als frech und gewagt) und der Bischoffära, ist eine Generation herangewachsen, die sich endlich wehrt, gegen Dogmatismus, Diktatur und Unterdrückung.Hin zu Jesu, eine Renaissance, nicht des Glaubens, sondern der Kirche. Das diese Menschen aber auch oder sogar noch mehr ihren Weg zu Gott suchen und beständig bleiben wollen inder Lehre Christi, wird hier völlig übersehen. Ja sogar dem Einzelnen der einen (guten) Kampf des Glaubens kämpft, wird dieser abgesprochen. Dazwischen werden die zermalmt, die schon immer sich nur nach der Lehre Jesu richteten und vor allem die Liebe Jesu lebten, die , die man schon immer etwas belächelt hat, ob ihrer kindlich gläubigen Naivität. Die, die nur ein Kämpfer des Herrn sind und sich den Leitsatz auf die Brust eingebrannt haben: Jesus verklär Dich,in mir noch mehr...........Also in der Zeit, in der ich mich intensiv
    mit meinem Glauben, meiner NAK-Kindheit, den wunderbaren
    Jahren hier auf der Insel in der NAK (ja, diese Zeiten gab es wirklich !!) und dem Alleingelassen werden, dem nichts mehr wert sein,- wenn überhaupt- in den Augen der Verantwortlichen,
    ein Gotteskind der 2.oder gar 3. Klasse.

    Nicht wert, sich damit zu beschäftigen.

    .....Tja und dann frag ich mich auch dass, was hier schon öfter angeklungen ist.: WO ist eigentlich Uwe ???

    Früher war der doch ein Vorangänger, der den Meisten schon voraus war.
    Egal ob Ökumene oder andere "Moderne"

    Zeichnete sich die NAK WYK nicht gerade aus damit, dass sie
    toleranter, aufgeschlossener und freudiger war, als jede andere Gemeinde ??!!
    Wie konnte es so weit kommen ?
    Oder gibt es hier nur "Fassadenkletterer" denen es nicht an erster Stelle um Jesu als den Mittler und das einzig -und allein, geht ??

    LG

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  9. Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
    Wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus,
    Frei sind wir da zu wohnen und zu gehen,
    Frei sind wir ja zu sagen oder nein,
    Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
    Wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.

    Wir wollen Freiheit, um uns selbst zu finden,
    Freiheit mit der man etwas machen kann,
    Freiheit, die auch noch offen ist für Träume,
    Wo Baum und Blume Wurzeln schlagen kann,
    Herr , deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
    Wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.

    Und dennoch sind da Mauern zwischen Menschen,
    Und nur durch Gitter sehen wir uns an,
    Unser versklavtes Ich ist ein Gefängnis
    Und ist gebaut aus Steinen unsrer Angst.
    Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
    Wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus (...)

    Ernst Hansen evang. Gesangbuch 653

    Danke Harald, und -da ich bei gk nicht registriert bin, ist es sicher o.k.wenn ich meine Grüße von hier aus sende...

    Lieber Papa, lieber Rüdiger,
    ich wünsche euch für die Tage, die vor euch liegen ein "Zuhaus" in der Liebe Gottes, in der ihr immer eine Heimat hattet und habt.

    In Liebe und Verbundenheit

    Claudia

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  10. ...Nur das die Gemeinde wieder ein Stück gestorben ist. Das macht es traurig. Wahrscheinlich für viele...

    Wie sagte Mitte der 80er Jahre BezÄltester Will Andrich über die Gemeinde Wyk? Diese Gemeinde sei "eine Perle in der Nordsee für verwundete Herzen".

    Gruß
    Lobo

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  11. Ich finde es sehr traurig,was in der Gemeinde-Wyk passierte.
    Das erinnert einen immer wieder an die Vorgänge von HH-Blankenese.
    Auch was in der Gemeinde los ist.Ist aber bei uns auch so.

    Es ist einfach vor allem diese Lieblosigkeit in der NAK.
    Von Seelsorge kann man gar nicht mehr sprechen,man darf sich nicht einbringen,weil alle Posten vergeben sind,man ist allein.Irgendwann wird das Personal in der NAK fehlen oder die Gemeindewird geschlossen.

    Auch von den Herren Apostel bekommt man keinen Beistand oder irgendwelche Hilfe.Man darf ja noch nicht mal Angst haben.
    Gespräche mit den Aposteln bringen auch nichts,die Schuld hat man ja immer selber.


    Auch ich werde in absehbarer Zeit die NAK verlassen,denn das ist nicht mehr meine Kirche,man geht zu Grunde und wird psychisch krank davon.Ich besuche die Freikirche und fühle mich da geborgen.

    Ich wünsche der Gemeinde-Wyk,trotz allem alles Gute für die Zukunft.

    Gott möge einen jeden reichlich segenen

    Jeri

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  12. Frage,

    was heisst evangelische Gottesdienste?? Ist das Evangelium NAK,
    RKK oder evangelisch?? Nee es ist die frohe Botschaft von Christus und völlig losgelöst von irgend einer Kirche. Jesus hat keine Kirche gegründet. G

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  13. Meine Lieben

    Wo liegt denn das Problem?

    Priester weg = neue Priester werden kommen!

    Wer nicht mehr möchte, hat frei.

    Alles Gute
    Bernd

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