Ein Gottesdienst besteht aus verschiedenen Elementen:
Gebet (auch Unser Vater), Predigt, Sündenvergebung, Abendmahl, Musik (Orgel, Chor, Gemeindegesang, Instrumente/Solisten), Ansagen, Begrüßung, Verabschiedung.
Kann ein Gottesdienst so ablaufen, dass ich manchmal das eine oder andere abhake als diesmal nicht so toll, und trotzdem haben mir die anderen Elemente so viel gegeben, dass ich den Gottesdienst insgesamt positiv bewerte? Konkreter, wenn mich die Predigt nicht anspricht, was kann den Gottesdienst dann noch retten?
Ich gliedere den Gottesdienst in Kernbereiche:
1. Ansagen, Begrüßung, Verabschiedung
Hier kommt alles Gesprochene rein, was nicht Predigt, Gebet oder Liturgischer Teil ist, sollte auch klar von der Predigt getrennt sein.
2. Predigt
Die Predigt ist die Verkündung des Wortes Gottes. Alles was dem nicht versucht gerecht zu werden, hat hier keinen Platz.
3. Gebet, Liturgie, Sakramente
Jedes Gebet hat seinen Platz und seine Aufgabe im Gottesdienst, hier sollten Wiederholungen vermieden werden. Liturgische Elemente wie die Aussonderung des Abendmahles haben nichts mit einem Gebet zu tun und sollten klar davon unterschieden sein.
Das Abendmahl ist ein Thema für sich ...
4. Musik
Kommt Text vor, dann ist er wichtig und vorrangig. Es darf nicht egal sein, was gesungen wird, jedes Wort zählt, jede Strophe ist wichtig. Wer ein Lied ansagt, egal ob für Chor, Solist oder Gemeindegesang, sollte sich über den zu singenden Text im klaren sein und ihn bewußt ausgewählt haben.
Musik erzeugt auch Stimmung und Gefühle.
Musik muß musikalischen Mindestanforderungen gerecht werden, damit sie eine Bereicherung darstellt.
Sie hat nicht die Aufgabe eines Lückenbüßers oder einer Überleitung.
Natürlich kann sie auch zur Auflockerung dienen, aber nie vorrangig. Sie kann dem Zuhörer auch die Gelegenheit geben, zu sich selbst zu kommen, in sich hineinzuhorchen, Ruhe oder Kraft zu finden. Sie kann so Inseln, Ruhezonen schaffen.
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Nehmen wir eine Zeit von 60 Minuten an und teilen wir einfach durch vier!
Also, klare Aufteilung des Gottesdienstes, am besten noch mit verteilter Verantwortung für bestimmte Bereiche. Durchaus mal Schwerpunkte setzten: Predigt oder Musik oder Sakramente.
Sprich: Wortgottesdienst - Musikgottesdienst - Sakramentsgottesdienst
Dabei sind wir immer noch bei einem "normalen" Gottesdienst. Es könnte auch Familiengottesdienste geben, oder mit Lesung, oder Mitmachgottesdienst oder oder oder.
Ich denke weiter...
Nur ein Test ...
AntwortenLöschenLieber Harald,
AntwortenLöschenich bin gar nicht Eckhard, sondern die Tochter von Eckhard:-)
Der hat mich auf deine Seiten aufmerksam gemacht, ich habe mit Interesse gelesen und mich in deinen Gedanken sehr wiedergefunden und verstanden gefühlt. Vieles hatte bei mir schon angestossen, einiges von dem was du schreibst, hatte ich für mich noch nicht so strukturiert, sondern mehr gefühlt. Leider beschäftigt mich im Moment in meiner Gemeinde noch so manches andere, was verwirrend, verletztend, mühsam, auswegslos, kraftraubend scheint. Nun ja, jedenfalls ist es schön und ermutigend dich zu lesen. Werde deine Seite sicher das ein oder andere Mal wieder besuchen. Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute!
Herzliche Grüße
Claudia