Sonntag, 5. Februar 2006

Gedanken für den Kindertag 2006

Das Motto lautet dieses Jahr: "Singen und Musizieren zur Ehre Gottes"

Dazu wird in einem Schreiben ausgeführt:

"Wie schön ist es, schon als Kind

- zur Ehre Gottes zu singen,

- damit den Eltern und Geschwistern eine Freude zu bereiten,

- den Gottesdienst und weitere Zusammenkünfte zu verschönern,

- Kranken und Älteren Trost zu übermitteln

und mittels musizieren

- Freude in den Herzen der Zuhörer zu erwecken,

- zu Gottes Ehre ein kleines "Konzert" zu geben

und darüber hinaus Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass man vielleicht später in den Gemeinden nicht nur als Sänger, sondern sogar vielleicht als Organist oder als Dirigent tätig ist. Zu allem lade ich die Kinder herzlich ein. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass solches Singen und Musizieren nicht nur der Ehre Gottes, der Freude der Zuhörer und der Hilfe der dienenden Brüder dient, sondern auch für jedes einzelne Kind einen Segen bedeutet:

- Singen ist gesund.

- Singen und musizieren fördert die persönliche Entwicklung.

- Singen und musizieren ist ein Gemeinschaftserlebnis.

- Singen und musizieren fördert weitere, im Kinde schlummernde Gaben und Fähigkeiten.

Mit singen und musizieren danken wir zugleich unserem himmlischen Vater und Dankbarkeit ist der Weg zu weiterem Segen Gottes."


Ich habe es mir mehrmals durchgelesen und kann einfach nicht fassen, dass das wichtigste hier vergessen wird:

Musik machen zu eigenen Freude und/oder zum Ausdruck der eigenen Gefühle!

Das ist die Triebfeder zu allem Musizieren, wenn das nicht da ist, ist Musik zum Scheitern verurteilt. Wir haben schon genug Geschwister in unseren Chören, die "nur" zur Ehre Gottes singen, ohne innere Begeisterung für den Gesang. Wie wollen die ihre Zuhörer begeistern? Wes das Herz voll ist, geht der Mund über. Wenn im Herzen keine Musik klingt, kein Interesse vorhanden ist, ist das Ergebnis doch nur leeres Gefasel! Wenn wir in unseren Kirchen auf Dauer ehrenamtliche Kirchenmusik erhalten wollen (was wohl hier für den Kindertag die Triebfeder ist, nicht wirklich das individuelle Wohl der Kinder), müssen wir die Kinder für Musik begeistern. Dafür müssen wir aber selber davon begeistert sein. Wo Eltern mit Musik leben, können selbst unmusikalische Kinder angesteckt werden, wo Eltern Musik nur erdulden, haben es selbst musikalische Kinder schwer...

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