Beim Info-Abend in Uster sagte Stap Leber:
"...es könnte die Frage kommen wenn es Geschwister gibt die eine abweichende Haltung haben, können die
eigentlich noch guten Gewissens in der Kirche bleiben? Meine Antwort: ÂSelbstverständlich, selbstverständlich können auch solche die eine abweichende Haltung haben in unserer Kirche bleiben. Jeder ist uns willkommen, jeder darf hier seine geistige Heimat haben, wir drängen niemanden hinaus. Nun muss ich eine Einschränkung machen, allerdings erwarte ich von Amtsträgern und Lehrkräften, dass sie sich im Rahmen ihrer Aufgaben und Lehrtätigkeiten hinter den Lehrauftrag der Kirche stellen. Wo würden wir hinkommen, wenn das nicht mehr gegeben wäre? Das wurde im Großen und Ganzen bisher so praktiziert und ich bitte euch das auch zukünftig so zu tun."
Ich habe sicher auch jede Menge abweichende Haltungen und bleibe in der NAK und fühle mich dort wohl. Ja, ich habe sogar einen "Lehrauftrag" und vermittle in diesem Rahmen die offiziellen Ansichten der NAK. Genauso wie die anderer Kirchen auch. Aber ich sage nicht: "es ist so oder so", sondern "unsere Kirche sieht das so oder so." Ohne Wertung, als Angebot. Im Rahmen eines Lehrauftrages sehe ich zwar auch "Verkündigungsfunktion", genauso als Chorleiter. Hierbei beschränke ich mich allerdings auf Aussagen, hinter denen ich stehe und hinter denen meiner Meinung nach auch die Kirche steht.
Deshalb würde ich im Chor z.B. keine Lieder singen lassen, die das Apostelamt als heilsnotwendig herausstellen, aber auch keine, die es relativieren.
Und da bleibt jede Menge. Und die Lieder, die ich ablehne, verlieren zudem nach und nach die Akzeptanz bei der Kirchenleitung, was ich am neuen Gesangbuch zu einem guten Teil feststellen konnte und was sich wohl in der neuen Chormappe wiederholen wird.
Die neue Richtung der Kirche sehe ich positiv, auch wenn es meiner Meinung nach noch viel zu tun gibt. Aber meine Meinung verändert sich ja auch mit der Zeit...
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