Dienstag, 19. Juli 2005

Schlußsegen

Wir kennen in unseren Gottesdiensten den Schlußsegen, den Paulus den Korinthern schrieb:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

In der evangelischen Kirche wird meist der priesterliche Segen, den Gott Mose gab verwendet:

Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Wie erfolgt nun diese Segnung im Gottesdienst? Bei uns wird sie als kleines Gebet an das Schlußbebet angehängt. Also die Gemeinde hat die Augen geschlossen, der Dienstleiter hat die Augen geschlossen. Jetzt denken wir kurz an Paulus. Hat man beim Lesen des Koritherbriefes das Gefühl, das Paulus am Ende die Augen schließt, die Hände faltet und die Korinther so segnet? Oder ist es eher ein Gruß zum Abschied, oder wenn wir es als Segen verstehen, hebt er die Hände und schaut er dabei die Gemeinde an?

Wenn es unsere bisherige Praxis des Schlußsegens so nicht gäbe und wir uns eine Praxis überlegen würden, käme dann unser heutiges Gebetsanhängsel heraus? Sicher nicht!

Wieso erhebt der Dienstleiter nicht die Hände und segnet im Auftrag die Gemeinde, schaut seinen Geschwistern in die Augen und sagt: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen! Und die Gemeinde antwortet singend: Amen, Amen, Amen.

2 Kommentare:

  1. Bei den letzten Übertragungen, hat der Stammapostel die Augen offen gehabt beim Schlußsegen.

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